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Weißeritztalbahn – mit Volldampf an den Wiederaufbau
 Erster Spatenstich für Deutschlands älteste Schmalspurbahn
Der Weg ist frei für den Wiederaufbau der Weißeritztalbahn: Nach langem Ringen um die notwendigen Gelder setzten Iris Gleicke, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr-, Bau- und Wohnungswesen und Sachsens Wirtschaftsminister Dr. Martin Gillo heute in Rabenau den symbolischen ersten Spatenstich für die Neuerrichtung der dienstältesten Schmalspurbahn Deutschlands. „Die Weißeritztalbahn ist ein Stück Identität dieser Region. Darum hat Sachsen nicht locker gelassen, bis wir diesen heutigen Tag gemeinsam feiern konnten“, sagte Gillo. „Der Freistaat gewinnt damit schon bald ein auch touristisch wertvolles Kleinod zurück.“
Vor der Flut beförderte die Weißeritztalbahn jährlich rund 200.000 Fahrgäste auf der rund 26 Kilometer langen Strecke von Freatal durch den Rabenauer Grund bis ins Osterzgebirge. Bis Ende 2005 soll die durch die Hochwasserfluten der Roten Weißeritz 2002 schwer zerstörte Bahn wieder aufgebaut sein. Start ist zwischen Freital und Dippoldiswalde. Die von der Deutschen Bahn AG auf rund 20 Mallionen Euro geschätzten Schäden werden derzeit genau geprüft. Zehn Millionen Euro hatte der Bund bereits Ende 2003 fest zugesagt. Der Freistaat will die darüber hinaus erforderlichen Mittel beisteuern. Da die zehn Millionen vom Bund aus Hochwassermitteln fließen sollten, einzelne Bundesländer gegen die Fonds-Aufteilung jedoch Einspruch einlegten, hatten sich die Verhandlungen zuletzt monatelang hingezogen. „Mit diesem Spatenstich wird die Weißeritztalbahn erneut zum Leben erweckt“, sagte Gillo. Das Teilstück Freital-Dippoldiswalde wird als besonders wichtig eingeschätzt für die verkehrliche Erschließung des Rabenauer Grundes.
Ihr „neues“ Leben wird die Weißeritztalbahn auch unter einem neuen Besitzer beginnen. Die Deutsche Bahn AG wird die Strecke an die BVO Bahn GmbH übergeben. Die Verhandlungen für die Verpachtung der Strecke sind abgeschlossen; der Verkauf ist vorgesehen. Die Deutsche Bahn AG hatte große Abschnitte der 26 Kilometer langen Strecke bis Ende 2001 im Umfang von rund fünf Millionen Euro modernisiert.
Das Unternehmen BVO aus Annaberg-Buchholz betreibt bereits die Fichtelbergbahn sowie die Lößnitzgrundbahn zwischen Radebeul und Radeburg („Lößnitzdackel“). Den Wechsel vollzogen Arndt Eißmann von der DB Netz AG und Roland Richter, Geschäftsführer der BVO, heute bereits symbolisch. Vorausgegangen waren Verhandlungen unter Moderation des Verkehrsverbundes Oberelbe, der die Eisenbahnleistungen auch weiterhin bestellt.
Staatminister Dr. Gillo verwies in seinem Grußwort darauf, dass nach dem Wiederaufbau der Bahn eine intensive touristische Vermarktung der Bahn einsetzen muss. „Die Tourismusbranche im Osterzgebirge braucht die Bahn, die Bahn ist selbst ein touristisches Merkmal“, sagte Gillo. Hier setzt Oberelbe Tours, das Tourasmusbüro im Verkehrsverbund Oberelbe, an. Durch dessen Arbeit konnten die Fahrgastzahlen für die Lößnitzgrundbahn in diesem Jahr bereits um 33 % gesteigert werden.
Wichtige Daten zur Weißeritztalbahn
Die Schmalspurbahn wurde in den Jahren 1881 bis 1883 mit einer Spurweite von 750 mm erbaut. Schon am 1. November 1882 fand die Inbetriebnahme bis Schmiedeberg statt. Bereits 10 Monate später, am 3. September 1883, ging die gesamte Strecke in Betrieb.
Streckenlänge: 26,3 km
Höhenunterschied: 350 m
max. Steigung: 1:28,8
Bahnhöfe/Haltepunkte: 13
Brücken: 34
(
aktuell bis 14.10.2004; zuletzt geändert am 14.09.2004, 16.15 Uhr)
Link zu dieser Information: http://www.weisseritzkreis.net/archiv/?dbid=277
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